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Omaha Hi-Lo

8 or Better

Das Spiel

Omaha Hi-Lo (kurz für high & low) ist zugleich ein sehr anspruchsvolles und zugleich unterhaltsames Spiel. Bei dem Spiel gibt es sehr viele verschiedene Möglichkeiten eine Hand zu bilden und deshalb liegen oft sehr große Summen im Pot, wenn es zum Showdown kommt. Die Regeln sind gleich wie bei Omaha - mit einer Ausnahme. Bei Omaha Hi-Lo wird der Pot aufgeteilt zwischen dem Spieler, der die höchste Hand hält (Hi) und dem Spieler, der die niedrigste Hand hält (Lo).

Der Hi-Lo Faktor

Eine Low Hand muss sich nach der "8 or better" Regel qualifizieren. Das bedeutet, dass man eine 8 als höchste Karte für das jeweilige Blatt haben darf. Wenn mehrere Spieler die gleiche höchste Karte für das Low haben (beide haben zB eine 8), dann entscheidet die nächst niedrigere Karte. Natürlich kann der Spieler, der die Low Hand gewinnt, gleichzeitig auch die High Hand gewinnen. Es kann auch vorkommen, dass sich kein Spieler für die Low Hand qualifiziert (ein Low bilden kann) und nur die High Hand ausgespielt wird. Die Strasse von Ass bis Fünf ist die bestmögliche Low Hand. Die Strasse von der Vier bis Acht natürlich dann die schlechtest mögliche. Das Ass kann also für die Low Hand und die High Hand verwendet werden. Strasse und Flush werden bei der Bildung eine Low Hand nicht berücksichtigt.

Omaha Hi-Lo Varianten

Wie schon bei Omaha, kann man auch Omaha Hi-Lo in drei verschiedenen Setzvarianten spielen:

  • No Limit: Spieler können in jeder Setzrunde ihre gesamten Chips setzen.
  • Pot Limit: Spieler können maximal so viele Chips setzen, wie der Pot groß ist.
  • Limit: Spieler können nur einen fixen Betrag pro Runde setzen.

So spielt man Omaha Hi-Lo

Der Button (Dealerbutton) 

Bei Omaha Hi-Lo gibt es eine kleine Scheibe - den sogenannten Dealerbutton. Diese Scheibe markiert den Dealer für die jeweilige Runde und wandert nach jeder Runde einen Spieler weiter nach links. Die Karten werden in Uhrzeigerform ausgegeben, beginnend beim Spieler links vom Button. Sobald die Karten ausgegeben wurden, beginnt die erste Setzrunde.

Blinds

Der Spieler links vom Button muss den sogenannten "Small Blind" setzen. Links vom Small Blind sitzt der "Big Blind". Small Blind und Big Blind sind Pflichteinsätze, die schon vor dem Austeilen der Hole Cards gesetzt werden müssen. Da der Button ja wandert nach jeder Runde, wechseln sich auch die Spieler hinsichtlich der Pflichteinsätze ab. Die Höhe von SB und BB richtet sich nach der Höhe des gewählten Limits. Spielt man also Omaha Hi-Lo mit Blinds $4/$8 wäre der Small Blind $4 und der Big Blind $8.

Wenn ein neuer Spieler an den Tisch kommt, muss dieser in seiner ersten Runde zusätzlich den Big Blind setzen, oder er wartet, bis er sowieso mit dem Setzen des BB an der Reihe ist. Das hält Spieler davon ab einfach den Big Blind zu umgehen, indem sie den Tisch verlassen, kurz bevor sie mit dem Setzen des BB an der Reihe sind. Sollte man einen oder zwei Blinds verpassen, dann muss man diese nachträglich bringen, oder auf den nächsten BB warten.

Die Setzrunden

Die erste Setzrunde gibt es bereits for dem Flop (Pre-Flop) - Sobald der SB und BB ihre Pflichteinsätze gebracht haben, bekommt jeder Spieler seine Hole Cards zugeteilt. Nachdem der Spieler seine Karten gesehen hat, kann er in der ersten Setzrunde entscheiden, ob er den BB callen, erhöhen oder passen will. In dieser ersten Runde kann kein Spieler nur schieben (checken), da ja schon Einsätze gemacht wurden (SB und BB). Die erste Setzrunde beginnt mit dem Spieler links vom BB. Im Uhrzeigersinn wird die Setzrunde dann fortgesetzt. Der BB kommt als letzter an die Reihe.

Zweite Setzrunde (Flop) - Nach der ersten Setzrunde, werden drei Gemeinschaftkarten aufgedeckt (der Flop). Diese Gemeinschaftskarten können von allen noch aktiven Spielern verwendet werden, um zusammen mit ihren Hole Cards eine Hand zu bilden. Die zweite Setzrunde eröffnet der Spieler links vom Button und wird wieder im Uhrzeigersinn fortgesetzt.

Dritte Setzrunde (Turn) - Nach der Setzrunde am Flop wird eine weitere Gemeinschaftskarte aufgedeckt - der Turn, oder die Turnkarte. Die Setzrunde beginnt wieder mit dem Spieler links vom Button.

Vierte Setzrunde (River) - Nach der Setzrunde am Turn wird eine weitere Gemeinschaftskarte aufgedeckt - der River, oder die Riverkarte. Die Setzrunde beginnt wieder mit dem Spieler links vom Button.

Showdown - Sobald alle Setzrunden abgeschlossen sind, kommt es zum Showdown zwischen allen Spielern, die in keiner der Setzrunden sich entschieden haben, ihre Karten zu passen (fold). Der Spieler mit der besten Hand gewinnt den Pot. Wie bereits erwähnt, kann bei Omaha Hi-Lo ein High und ein Low gebildet werden. Der Pot wird zwischen den Spielern mit der besten High, bzw. Low Hand aufgeteilt. Kann sich kein Spieler für ein Low qualifizieren, so gewinnt der Spieler mit der besten High Hand den Pot.

Spieler, die ihre Hand passen, müssen sie auch nicht zeigen. Sollten zwei oder mehrere Spieler eine gleich gute Hand beim Showdown präsentieren, so wird der Pot aufgeteilt. 

Es gibt zwei Ausprägungen von Omaha, die sich in Ihrer möglichen Setzhöhe unterscheiden:

  • Pot Limit: Spieler können maximal so viele Chips setzen, wie der Pot groß ist.
  • Limit: Spieler können nur einen fixen Betrag pro Runde setzen.

Pot Limit Omaha Hi-Lo

Bei Pot Limit Omaha Hi-Lo muss der Mindesteinsatz eines Spielers mindestens die Höhe des Big Blinds haben. Eine Erhöhung muss mindestens die Höhe des ursprünglichen Einsatzes der jeweiligen Setzrunde haben. Die maximale Höhe des Einsatzes ist auf die momentane Größe des Pots beschränkt (Pot Limit). Wenn ein Spieler also zum Beispiel $5 callen müsste, und bereits 20 im Pot sind, so kann er auch auf $50 erhöhen. 

Limit Omaha Hi-Lo

Bei Limit Omaha Hi-Lo können die Spieler in jeder Setzrunde nur einen vorher festgelegten Betrag setzen. Die Setzhöhe ist in den ersten beiden Setzrunden gleich dem Small Blind und verdoppelt sich in den darauf folgenden Setzrunden. Es kann maximal 3 mal pro Runde erhöht werden.

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